Glauben und Leben

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Geistliches Wort zu Weihnachten

Liebe Brüder und Schwestern,
bald ist sie wieder da. Diese Nacht der Nächte, die besondere, ja, heilige Nacht, in der sich Gottheit und Menschheit vereinen. Darum ist sie ja so heilig.
In der Engel auf der Himmelsleiter auf und nieder steigen und unaufhörlich das „Gloria in
excelsis Deo“ singen.
In der sich Könige, Hirten und Kinder auf den Weg machen und sich ohne Smartphone, Tablet oder Laptop den Weg zum Stall bahnen. Nur das Funkeln der Sterne zeigt uns den Weg.
Und da ist sie wieder. Krippe im Dom zu Paderborn

Diese Nacht der Nächte.
In der Kinderherzen schneller schlagen, Partner sich versöhnen und einander inniger lieben.
Sie ist friedlich. Keiner streitet mehr, keine Waffen zerstören diese himmlische Ruhe.
Und je älter wir werden umso größer scheint die Sehnsucht diese kindliche Geborgenheit dieser heiligen Nacht immer wieder neu zu erfahren.
Jetzt stehen wir da und staunen! Singen das alte Lied und wollen gar nicht mehr weg.


„Ich steh an deiner Krippen hier, o Jesu, du mein Leben.
Ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn
Herz, Seel und Mut nimm alles hin
und lass dirs wohl gefallen.“


Der Stall nimmt uns mit zur Wiege unserer Vorfahren. Hier versammeln wir uns, Lebende und
Verstorbene um dem kleinen Kind zu huldigen. Das ist sie die himmlische Nacht. Die Nacht
himmlischer Freude. Und wir sind mitten drin.
Ob wir nun Könige sind oder Hirten, Kinder oder Erwachsene, Maria oder Josef, Ochse oder Esel.
Sie alle beten und knien! Tun wir es ihnen doch gleich und knien nieder.
Vor der Krippe daheim. Es sieht ja keiner!
Und wenn wir es tun, dann schauen wir aus dieser stillen Kinder-Perspektive auf unser eigenes
Leben zurück.


„Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen;
und weil ich nun nichts weiter kann bleib ich anbetend stehen.
O das mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel ein weites Meer,
dass ich dich möchte fassen!“


Jetzt zur heiligen Nacht ist Gelegenheit, auch unser Klein-werden zu akzeptieren.
Es will uns lehren, das ganze Leben anzunehmen wie ein Kind ein geheimnisvolles Geschenk
annimmt. Dann werden auch unsere Augen wieder zur heiligen Nacht strahlen wie in Kindertagen!


Ihr Pastor Jens Balcerzak
Unabhängig Katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus Paderborn,
Seelsorgeregion Castrop-Rauxel/Ruhrgebiet

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