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Kalenderreform “im Test”

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Im Rahmen der Dienstbesprechung stellte der Erzbischof den verantwortlichen Gemeindeleitern eine anstehende Kalenderreform vor.
In vielen Gesprächen wurde bereits eine solche Reformierung thematisiert und es wird deutlich, dass für die UKK eine organischere Ordnung der liturgischen Feiern in Anlehnung an den Jahreszyklus gewünscht wird.

In einem ersten Schritt stellte der Erzbischof einige Änderungen vor, die probeweise in der Hauskapelle St. Nikolaus im laufenden Kirchenjahr angepasst werden. In dieser Phase geht es erst einmal darum, einige bestehende liturgischen Feste in eine gefühlsmäßigere innere Ordnung zu bringen.
In weiteren Schritten folgt ein Abgleich mit Jahreszeitenkalendern und historischen Kalendern. Den Gemeinden soll dadurch ein Weg geöffnet werden, alte Feste und Festzeiten individuell und nach pastoralem Bedarf in die Gemeinden zu tragen.

Das laufende Kirchenjahr ändert sich in der Hauskapelle, und damit in der Seelsorgeregion Paderborn/Ostwestfalen in folgender Weise:

Weihnachtsfestkreis
Das Kirchenjahr beginnt mit dem weihnachtlichen Festkreis, also mit den Festen, die den Advent einläuten:

Der Sonntag nach dem 11. November (St. Martin) wird als Gedenktag Mariens gefeiert (äquivalent 8. Dezember / Maria im Advent).
Der darauffolgende Sonntag (im Novus Ordo der RK Christkönig) wird als Verkündigung des Herrn gefeiert (im NO=25.März).

Es folgen die 4 Adventssonntage und das Weihnachtsfest (Ohne Unterbrechung durch Hochfeste) – Heilige werden kommemoriert.

Die Heiligen des Weihnachtsfestkreises bleiben bestehen:
26.12. Stephanus
27.12. Johannes Evangelist
28.12. Unschuldige Kinder
29.12. Hl. Thomas Becket
30.12. Tag der Weihnachtsoktav
31.12. Hl. Silvester

Änderungen:
Sonntag nach Weihnachten: Sonntag in der Weihnachtsoktav.
Der 1. Januar wird als Oktavtag von Weihnachten gefeiert.
Sonntag nach dem 1. Januar: Fest der Hl. Familie.
6. Januar (wenn er auf einen Sonntag fällt) bzw. Sonntag nach dem 6. Januar: Erscheinung des Herrn.
darauffolgender Sonntag: Darstellung des Herrn (derzeit 2.2.)
Sonntag nach Darstellung des Herrn: Taufe des Herrn, Ende der Weihnachtszeit. (Damit kommen wir in die zweite Januarhälfte)

Osterfestkreis

Der Osterfstkreis beginnt mit dem Aschermittwoch.

In der Fastenzeit sind bis zum Palmsonntag ausschließlich violette Paramente zu tragen. Heilige können, wenn sie als geboten gefeiert werden, kommemoriert werden – die liturgische Farbe ist violett.
Hochfeste, wenn sie denn in den Festkreis fallen, können in der entsprechenden Festfarbe gefeiert werden. (Patronatsfest z.B.)
Von Aschermittwoch an entfallen in ALLEN Gottesdiensten das Gloria und das Halleluja.
Das Gloria erklingt zum ersten mal wieder in der Messe vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag und das Halleluja erst in der Feier der Osternacht.

Die Karwoche

In der Karwoche werden KEINE Hochfeste gefeiert. – Diese sind, wenn pastoral angebracht, nachzuholen.
Am Karfreitag soll nach Möglichkeit die Passionsgeschichte im Vordergrund stehen. Auf eine Kommunionfeier wird verzichtet.
Am Karsamstag wird keine Messe und kein Kommuniongottesdienst gefeiert. Ausschließlich die Osternacht, die in der Nacht auf Ostern hin gefeiert wird!

Der Osterfestkreis endet am Pfingsttag.

(Das Fest Verkündigung des Herrn am 25.März entfällt. Es wird im Weihnachtsfestkreis gefeiert. Das liturgische Fest des Hl. Joseph wird kommemoriert)

Pfingstoktav

Der Hl. Geist kommt in der Liturgie des Kirchenjahres zu kurz. Daher wird die Pfingstoktav eingeführt.

Alle Messen in dieser Woche sind zum Hl. Geist zu feiern. Es stehen Pfingst- und Votivmessen zur Verfügung.
Am Samstag der Pfingstoktav gedenken wir Maria, der Mutter der Kirche.
Die Pfingstoktav schließt mit dem Fest der Dreifaltigkeit am Sonntag nach Pfingsten.

 

Es steht den Gemeinden frei, sich in diesem Jahr den Änderungen anzuschließen.