Eremitage Niedenstein-Ermetheis

Eremitage St. Wendelin

Eremitage

Das Eremitentum gehört zur ältesten Form des gottgeweihten Lebens.

Unsere Eremitin lebt in Anlehnung an die Regel des Hl. Franziskus.
Die Eremitage liegt am Waldrand und bietet somit eine spirituelle Insel in der geschäftigen Welt.
In der Unabhängig-katholischen Kirche gibt es keinen verpflichtenden Zölibat, so dass auch ein gemeinsames Leben in einer Eremitage ein Leben im Eremitentum bedeuten kann.

Eremitin

Mein Name ist Sr. Clara Elisabeth.

Ich habe am 5. Januar 2019 die Ewige Profess zur Eremitin in der Unabhängig-katholischen Kirche abgelegt.
Ich wohne mit meinem Mann gemeinsam in der Eremitage in Niedenstein und versuche dort ein abgeschiedenes aber der Welt und der Natur zugewandtes spirituelles Leben zu führen.
Ich liebe Pflanzen und Tiere und setze mich gern für den Erhalt der Natur ein.

Kontakt zur Eremitage können Sie über folgende E-Mail-Adresse aufnehmen.
Es kann jedoch etwas dauern, bis Sie Antwort erhalten.

Gottesdienst

Die Kapelle der Eremitage ist ein Ort des Rückzugs, der Ruhe und der Besinnung.
Sie liegt im Bereich der Eremitage. Um die Kapelle zu besuchen, ist es daher notwendig, sich bei Sr. Clara Elisabeth anzumelden.

Die Eremitage wird von einem Seelsorger (Priester oder Diakon) der Unabhängig-katholischen Kirche betreut. In diesem Rahmen findet dann  jeweils ein Gottesdienst (Eucharistiefeier oder Wortgottesdienst mit Hl. Kommunion) statt.

Quellen der Inspiration

Es gibt verschiedene Dinge, die mich in meinem Leben als Eremitenschwester inspirieren.
Oft sind diese Dinge, die sich im Heiligen vollziehen auch in meinem Leben grundgelegt.

Immer wieder erfahre und finde ich im Laufe des Kirchenjahres oder in der Begegnung mit der Natur Schätze aus meinem Leben, die mich von Neuem be-GEIST-ern.

Zu diesen Dingen gehört:

  • Siegfried von Växjö und Glastonbury (England)
  • Glastonbury, ein Ort der Initiation für mich

Siegfried wurde im 10.Jh in England geboren, lebte als Mönch in Glastonbury und ging von dort aus als Missionar nach Norwegen und Schweden. Er wurde der erste Bischof von Schweden (1035) und taufte dort König Olaf Errikson.
Siegfied wird seit 1474 in Schweden als Patron verehrt und "Apostel Schwedens" genannt.

In meiner Jugend, vor dem Abitur, kam ich als Austauschschülerin nach Glastonbury, was ich als einfache Kleinstadt kennenlernte mit imposanten Ruinen einer vergangenen Kloster Anlage und einem Hügel mit Turm in der Mitte, am Rande des Ortes. In der Kirche lernte ich eine Sister Clare kennen, die mich zu sich ins Abbay House einlud, ein Herrenhaus und Kloster, was am Fuß der Ruinen stand. Ich durfte auch in Zukunft, nach Absprache mit meinen Eltern dort eine Zeit privat verbringen. Um die Osterzeit fuhr ich alleine mit dem Zug nach Glastonbury, wo ich zunächst eine Woche in der Unterkunft der Nonnen im AbbayHouse lebte. Sister Clare betreute mich und erklärte mir die Geheimnisse des Ortes Glastonbury. Zu der Zeit war kaum Betrieb und so hatte ich nur die Schwester und regelmäßig zur Teatime Gespräche mit Geistlichen, die zu Besuch waren.

Jederzeit konnte ich vom Abbay House "privat" in die Ruinen des Klosters gehen, was ich ausgiebig nutzte und Entdeckungen machte. Auch ging mein Zimmer direkt dort hin und nachts leuchtete der Mond auf die alten Mauern.

Glastonbury ist einerseits ein sakrale Ort des Christentums, als auch ein Ort Vor christlicher Verehrung. Als "Wiege des Christentums" gilt es u. A., wegen Joseph von Arimathea, der hier die erste Kirche baute und der "Heilige Gral", der Kelch des Blutes Christi soll hier am Fuße des Hügels begraben sein. Die Gebeine König Arthur's sollen unter der Hauptabteikirche beigesetzt worden sein. Mythen und Legenden wie die Ley-Linien oder die Geschichte von Avalon weben sich um den Ort bis heute. Der Aufenthalt dort hat mich tief und nachhaltig geprägt.

Im Anschluss verbrachte ich noch eine Woche mit der Sister in einem Kloster in der Stadt Bath. Auch dort nahmen mich viele Eindrücke gefangen.

Heute sehe ich diese Zeit und das Erlebte mit Sister Clare als Initiation und Anfang für den Weg als Eremitenschwester. Von daher kommt auch mein Name Clara mit C, und von Klara aus Assisi.

 

Glastonbury