Wort zum Sonntag Archiv

Wort zum Sonntag. Sonntag, dem 17.01.2021

Gewinnen wir einen Bruder, so gewinnen wir Gott.

Der heilige Antonius, der als Einsiedler lebte und als Vater der Mönche gilt, gedenkt an diesem Sonntag die katholische Kirche.

Eine Weisung des Einsiedlers lautete: “Gewinnen wir einen Bruder, so gewinnen wir Gott”.

Bei diesem Bruder muß es sich nicht um einen leiblichen Bruder halten.

Gerade jetzt, wo der Lockdown aufgrund von Corona sehr wahrscheinlich äußerst streng durchgeführt werden wird, ist es wichtig, daß wir uns miteinander verbrüdern.

Dieses Verbrüdern hängt von unserer Bereitschaft zur Verbrüderung ab. Die Umsetzung der Verbrüderung besteht darin, unseren Mitmenschen Mut zu geben, Ihnen Hoffnung zu schenken.

Viele Menschen haben den Glauben an eine Zeit nach Corona bereits aufgegeben. Sie glauben nicht mehr daran, eines Tages wieder ein Konzert, ein Kino oder die Kneipe ums Eck besuchen zu können, um ein frischgezapftes Bier zu trinken.

Die Gründe für die Aufgabe der Hoffnung sind sehr vielfältig. Dies war nur ein kurzer Auszug.

Wem wir aber Mut schenken in seiner Verzweiflung, den gewinnen wir auch für uns als einen Bruder in der Not.

Ein jeder von uns kann einmal in eine Situation geraten, wo er jemanden braucht, der ihm Mut oder Hoffnung schenkt.

Jene oder jener, dem wir in einer schwierige Lebensphase mit wohlwollenden Worten oder bloßem Zuhören geholfen haben, wird dies auch für uns tun, wenn wir ihrer bzw. seiner Hilfe bedürfen.

So wie wir uns an jemanden als Helfer verschenken, so verschenkt sich der Geholfene als Helfer an uns.

Gott schenkt, dem Menschen, dem wir helfen uns als Helfer.

Wir werden im Gegenzug durch Gott mit dem Menschen beschenkt, dem wir halfen, wenn er in der Not uns hilft.

Ihr/Euer

Diakon

Carsten Kempen